Wechseljahre · Fersenschmerz

Doch kein Fersensporn? Warum Frauen in den Wechseljahren morgens wie auf blankem Knochen laufen – und welcher gut gemeinte Rat es schlimmer macht

Grafik: gesunde und nachgebende Fersenwabe im Querschnitt
Links eine gesunde Fersenwabe: Fettkammern mit festen Wänden unter dem Fersenbein. Rechts eine, die nachgibt: Die Wände knicken ein, das Polster weicht zur Seite aus, der Knochen kommt dem Boden näher.

Wegen der Hitzewallungen kommen die Frauen zu mir. Was ich ihnen inzwischen an der Tür sage, werden mir einige Kollegen übelnehmen.

Es geht um ein Karussell, in das wir Ärzte Frauen mit Fersenschmerz seit Jahren setzen. Viele ahnen längst, dass es sich nur im Kreis dreht. Sie haben recht.

Ich sage es trotzdem. Für jede Frau, die von ihrer Ferse bisher nur an der Tür erzählt hat, halb im Gehen.

Zu oft drehte sich eine Frau mit der Hand auf der Klinke noch einmal um: „Ach, und meine Ferse …“ Dann kam immer derselbe Morgen: der erste Schritt ins Bad, und ein Messer fährt von unten hinein.

Zu oft hat mir eine Frau ihre Ferse erklärt wie den Wetterbericht: „Ist halt so, in meinem Alter.“ Dann Jacke zu, Schal um, nächster Termin in drei Monaten.

Zu oft saßen mir Frauen gegenüber, die mehr Geld in ihre Fersen gesteckt hatten als in den letzten Urlaub. Und die trotzdem morgens humpelten, als wären sie über Nacht zwanzig Jahre älter geworden.

Diese Frauen haben nichts falsch gemacht. Und die Antwort auf ihre Frage lag zur Hälfte in meinem eigenen Fach. Ich hatte sie nur nie mit einer Ferse zusammengebracht.

Ich bin Dr. Svenja Thalberg. In meine Praxis kommen seit siebzehn Jahren vor allem Frauen in den Wechseljahren, deren Körper gerade die Regeln ändert: Hitzewallungen, Nächte, Stimmung.

Die Ferse steht auf keiner Überweisung. Sie kommt zur Sprache, wenn die Jacke schon an ist. Auf dem Röntgenbild, das manche mitbringen: ein kleiner Sporn. Oder gar nichts.

Jede Überweisung, die ich ausstelle, ist eine Fahrkarte für die nächste Runde im Karussell. Diese Fahrkarten stelle ich nicht mehr aus, ohne vorher etwas anderes zu sagen.

Den Anstoß gab eine einzige Patientin. Ihre Geschichte gehört an den Anfang.

Frau stützt sich morgens im Flur an der Wand ab und setzt die Ferse nicht auf
Der erste Schritt ins Bad: Hand an der Wand, die Ferse lieber gar nicht aufsetzen.

Die Patientin, die erst an der Tür von ihrer Ferse sprach

Ich nenne sie hier Heike. Sie war 47, arbeitete im Bürgeramt und leitete dienstags die Kinderturngruppe in ihrem Verein. Eine, die beim Rausgehen noch fragt, wie es einem selbst geht.

Gekommen war sie wegen der Hitzewallungen. Die Ferse erwähnte sie erst an der Tür, weil sie dachte, dafür sei ich nicht zuständig.

Untätig war sie nicht.

Hausarzt. Röntgen. Fersensporn. Monatelang auf den Orthopäden gewartet. Harte Einlagen aus dem Sanitätshaus, für die sie neue Schuhe gebraucht hätte. Eine Kortisonspritze: höllisch, und gut für ein paar Tage. Stoßwelle, drei Sitzungen, rund 150 Euro aus eigener Tasche.

Abends vor dem Fernseher machte sie Quarkwickel um die Ferse, bis der Quark warm war. Das Kinderturnen leitete sie seit dem Frühjahr im Sitzen, vom Kasten aus. Die Kinder fanden das lustig. Sie nicht.

Und jeden Morgen, beim ersten Schritt ins Bad: das Messer.

Mit der Hand schon auf der Klinke zog sie einen Zettel aus der Tasche, eigentlich für den nächsten Facharzt geschrieben. Kariert, eng beschrieben. Alles, was sie versucht hatte, mit Datum. Ganz unten, zweimal unterstrichen: „Was mache ich FALSCH?“ Sie ließ ihn mir da. „Vielleicht sehen Sie ja, was ich übersehe.“

Mich hat die letzte Zeile nicht losgelassen. Heike hatte eine ganze Seite Termine, Rechnungen und Hausmittel hinter sich und suchte den Fehler trotzdem bei SICH.

Schreibtisch in der Praxis am Abend mit Patientenakte und Skizze der Ferse
Abends in der leeren Praxis.

Der Zettel neben meiner Tastatur

Den Zettel habe ich nicht in die Akte gelegt. Er lag neben meiner Tastatur, bis es draußen dunkel war. Die Reinigungskraft fragte zweimal, ob ich nicht nach Hause will. Die nächste Zeile darauf stand ja schon fest, und ich würde sie schreiben: wieder eine Überweisung.

Auf dem Zettel stand alles gegen einen Fersensporn. Nur nicht, warum die Ferse gerade jetzt wehtat. Dabei war der Sporn klein, wie ihn viele haben, ohne je etwas zu spüren.

Da wurde mir klar, was auf diesem Zettel fehlte: kein weiterer Versuch, sondern ein Blick an die richtige Stelle.

An dem Abend habe ich die Frage umgedreht. Nicht: Was hilft gegen den Sporn? Sondern: Warum trifft es so viele Frauen genau in den Jahren, in denen sie wegen der Hitzewallungen bei mir sitzen?

Fündig wurde ich in der Anatomie, in über dreißig Jahre alten Arbeiten über das Fersenpolster. In meiner Sprechstunde waren die nie vorgekommen. Seitdem sehe ich jede Ferse anders.

Was im Röntgen niemand sieht: die Fersenwabe

Dieses Polster ist kein Klumpen Fett. Anatomen beschreiben es seit Jahrzehnten als Kammersystem: kleine Kammern mit dünnen Wänden aus Bindegewebe, gebaut wie eine Wabe. Die Wände machen die Dämpfung.

Rund um die Wechseljahre verändert sich an dieser Wabe dreierlei.

Erstens geben die Wände nach. Beim Auftreten weicht das Polster zur Seite aus, statt unter dem Knochen zu bleiben. In offenen Sandalen sieht man es: Die Ferse quillt im Stehen seitlich über den Rand.

Zweitens federt das Polster schlechter zurück, wie ein alter Tennisball, der kaum noch springt. Der Stoß kommt jetzt fast ungebremst am Fersenbein an. Eine Patientin sagte dazu: „Als liefe ich auf blankem Knochen.“ Ich höre den Satz fast jede Woche.

Drittens wird die Sehnenplatte unter dem Gewölbe über Nacht steif und zieht beim ersten Schritt am ganzen Gewicht. Darum ist dieser Schritt der schlimmste.

Meinen Patientinnen sage ich dazu einfach: Fersenwabe. Gibt sie nach, fehlen Halt und Federung, und morgens zieht die Sehnenplatte noch dazu. Neu ist davon nichts, und genau darüber ärgere ich mich bis heute.

Und es trifft viele: In Hausarztdaten beginnt Fersenschmerz bei keiner Gruppe so oft wie bei Frauen um die fünfzig, deutlich öfter als bei Männern (Rasenberg u. a., 2019).

Frauen haben außerdem dünnere Fersenpolster als Männer, gemessen seit den Achtzigern (Jørgensen u. a., 1989; Maemichi u. a., 2020). Dass das Polster mit den Jahren Stöße schlechter abfängt, ist ebenfalls gemessen (Kinoshita u. a., 1996). Wände und Sehnenplatte sind aus Kollagen gebaut, und davon ist nach den Wechseljahren nachweislich weniger da. An der Haut ist das gut belegt (Brincat u. a.), am Fuß wurde es noch nie direkt untersucht. Der Stoff ist derselbe.

Im Röntgen ist das Polster nur ein grauer Schatten. Die Wände sieht man nicht. Also schauen wir auf Knochen und Sporn, und die Frau fragt beim nächsten Mal wieder an der Tür.

Oft ist nicht der Sporn das Problem, sondern die Fersenwabe. Und seit meine Patientinnen ein Wort dafür haben, schämen sich viele nicht mehr für ihre Ferse.

Jetzt verstand ich Heikes Karussell. Jede Station hatte an einem anderen Teil gedreht: der Orthopäde am Sporn, das Sanitätshaus am Gewölbe, die Spritze am entzündeten Punkt. An der Fersenwabe hat keiner gedreht. Ich eingeschlossen.

Röntgenbild mit Zettel Fersensporn, Spritze, Rechnung Stoßwelle, Dehnband und flaches Gel-Kissen, alle rot durchgestrichen
Röntgen, Spritze, Stoßwelle, Dehnband, Gel-Kissen: Keines davon öffnet alle drei Schlösser.

Drei Schlösser: Heikes Zettel neu gelesen

Danach bin ich ihren Zettel noch einmal durchgegangen, den Kuli in der Hand. Neben jede Zeile passte jetzt ein Grund.

Eine Ferse, deren Wabe nachgibt, braucht nicht eine Hilfe, sondern drei, zur selben Zeit:

  1. Halt von außen, damit das Polster unter dem Knochen bleibt.
  2. Eine zweite Federung darunter.
  3. Unterstützung in der Mitte, damit die Sehnenplatte morgens nicht allein das ganze Gewicht abfängt.

Ich erkläre es meinen Patientinnen mit einer Tür, die drei Schlösser hat. Schließt du nur eins auf, stehst du trotzdem davor.

Genau so sah Heikes Zettel aus.

  • Die harte Einlage hat das Gewölbe gestützt. Ein Schloss auf. Aber hinten war sie hart wie ein Brett, ohne Mulde, ohne Federung. Zwei blieben zu.
  • Die Spritze hat kein Schloss geöffnet. Sie hat den Alarm für ein paar Tage leiser gedreht.
  • Die Stoßwelle zielt auf den Sporn und den Ansatz der Sehne. An der Wabe kommt sie gar nicht an.
  • Das Dehnen hat die Sehnenplatte gelockert. Ein Schloss, bis zum Frühstück. Die beiden anderen hat es nie berührt.

Drei Schlüssel, verteilt auf drei Termine, öffnen die Tür nie gleichzeitig. Sie müssen an einem Bund hängen: in etwas, das Heike den ganzen Tag trägt.

Weiche blaue Gel-Einlegesohle ohne Rand neben einem Schuh
Weich, aber ohne Rand: Von der Seite hält nichts.

Der gut gemeinte Rat, vor dem ich warne

Es gibt aber einen Rat, vor dem ich inzwischen ausdrücklich warne. Ausgerechnet den gut gemeinten.

„Nimm was Weiches.“ Gelkissen aus dem Drogeriemarkt, weiche Einlagen ohne Rand, Hausschuhe zum Versinken. Jede Freundin rät dazu, und es klingt ja logisch: Wo es hart ist, polstert man.

Nur fehlt einer Ferse, deren Wände nachgeben, nicht Polster. Ihr fehlt Halt.

Weich ohne Rand heißt: Die Ferse sinkt ein, und das Polster hat noch mehr Platz zum Ausweichen. Das Gel quillt einfach mit. Ein paar Tage fühlt es sich an wie eine Erlösung. Dann ist der Schmerz zurück.

Eine Patientin hatte von ihrer Schwester die weichsten Hausschuhe aus dem Kaufhaus geschenkt bekommen. Nach dem ersten Winter darin saß sie bei mir und entschuldigte sich, noch bevor ich etwas fragen konnte.

Entschuldigen müsste sich höchstens der Rat.

Deine Ferse hat sich verändert. Der Rat ist derselbe geblieben.

Eine Mail mit dem Betreff „Die Frage an der Tür“

Heike hatte ich die Fersenwabe beim nächsten Termin erklärt, mit einer Skizze auf der Rückseite ihres Zettels. Kurz vor Ostern kam ihre Mail, Betreff: „Die Frage an der Tür“. Ein Bericht und die Frage, ob ich das für Unsinn halte.

Nach dem Kinderturnen übernimmt dienstags die Rückengymnastik die Halle, lauter Frauen in Heikes Alter. Eine von ihnen sah Heike an der Hallentür von einem Fuß auf den anderen treten und fragte, ob es die Ferse sei. Sie kannte das.

Heike erzählte ihr von der Wabe. Die Frau lachte, zog einen Schuh aus und hielt ihr die Einlegesohle hin: „Genau dafür hab ich die hier.“

Gekauft hatte sie sie nach einem Sommer, in dem ihre Ferse über jede Sandale quoll. In ihrer Gruppe tragen sie inzwischen fast alle. Nicht wegen der Werbung, sondern wegen des Rands hinten und der Waben unten.

Auf der Sohle stand das Logo: Sohlenwerk. Das Modell heißt Doppelwaben-Sohle.

Heike hatte am selben Abend schon bestellt. Auf irgendwen warten wollte sie nach ihrem Zettel nicht mehr.

Ich empfehle nichts, was ich nicht selbst in der Hand hatte. Also habe ich Heike erst geantwortet, als mein eigenes Paar da war, und es angesehen wie einen Befund.

Doppelwaben-Sohle von Sohlenwerk: Unterseite mit Wabenschaum, Oberseite mit Logo
Oben Netzstoff, unten die zweite Wabe: Schaum mit lauter kleinen Luftkammern.
  1. Hinten eine Mulde, die die Ferse einfasst. Flach genug für normale Schuhe, aber sie hält das Polster zusammen. Das erste Schloss.
  2. Darunter Wabenschaum mit Luftkammern, der zurückkommt, wenn man ihn eindrückt. Eine zweite Wabe unter der eigenen. Das zweite.
  3. In der Mitte ein Gewölbe-Polster, das die Sehnenplatte trägt. Das dritte.

Eine Wabe hält die andere. Der Hersteller nennt das Doppelwaben-Prinzip. Die Sohle fängt dort an, wo die Wände nachgeben, nicht dort, wo es wehtut. Dass ein eingefasstes Polster besser dämpft, wurde schon 1989 im Labor gemessen (Jørgensen und Bojsen-Møller, 1989).

Doppelwaben-Prinzip im Querschnitt: Mulde, Wabenschaum, Gewölbe-Polster
Die drei Schlösser im Querschnitt: 1 die Mulde, 2 der Wabenschaum, 3 das Gewölbe-Polster.

Gebaut ist sie für das, was sich meine Patientinnen am meisten wünschen:

  • Morgens ohne Anlauf aufstehen.
  • Stehen und gehen, ohne einen Stuhl zu suchen.
  • In den eigenen Schuhen: Turnschuhe, Halbschuhe, Stiefeletten, feste Hausschuhe, vorne zuschneidbar.

Ein Paar gehört in die Hausschuhe. Der Weg ins Bad ist der, um den es eigentlich geht.

  • Zehn Tage späterEine Mail mit einem einzigen Satz: „Aus dem Messer ist ein Taschenmesser geworden.“ Morgens spürte sie es also noch. Aber es schnitt nicht mehr so tief.
  • Kurz vor den SommerferienEin Foto aus der Turnhalle. Heike steht mitten auf der Matte, zwölf Kinder um sie herum, alle auf einem Bein. Sie auch. Darunter: „Ich stehe wieder.“

Seitdem erkläre ich die Fersenwabe jeder Frau, die an der Tür nach ihrer Ferse fragt. Am Empfang liegen Kopien meiner Skizze, und meine Praxishelferin legt jede Woche neue nach.

Manche kommen nur deswegen, weil eine Freundin ihnen die Skizze gezeigt hat. Sie fragen nicht mehr an der Tür. Sie fragen als Erstes.

Was andere Patientinnen seitdem erzählen

Nicht bei jeder ging es so schnell wie bei Heike. Aber vier Gespräche sind mir besonders im Gedächtnis geblieben:

Die mit den Einlagen vom Orthopäden

Eine trägt ihre Einlagen vom Orthopäden weiter in den Winterstiefeln. Die Doppelwaben-Sohle liegt in den Turnschuhen und Hausschuhen, in die die harten nie gepasst haben.

Die, die sich zu jung dafür fand

Eine fand sich mit 44 zu jung für das Thema, ihre Periode kam ja noch. Probiert hat sie die Sohle trotzdem, weil sich ihre Ferse nicht an das Alter hielt. Inzwischen liegt ein zweites Paar in den Gartenschuhen.

Die mit den Stiefeletten

Eine trägt fast nur Stiefeletten. Sie hat die Sohle vorne gekürzt. Fertig.

Die mit den drei Gelkissen

Eine kam von drei Gelkissen und war misstrauisch. Nach einer Woche sagte sie: „Zum ersten Mal stehe ich in etwas drin und nicht obendrauf.“

*Ergebnisse können von Person zu Person abweichen.

90 Tage tragen. Und nichts zurückschicken.

Vielleicht hast du beim Lesen deinen eigenen Zettel im Kopf geschrieben. Dann willst du darauf nicht noch eine Zeile.

Genau deshalb hat mich die Garantie von Sohlenwerk überzeugt.

Du kannst die Sohle 90 Tage lang tragen, jeden Tag, in deinen eigenen Schuhen: vom ersten Schritt ins Bad bis zum Abend, in Turnschuhen, Halbschuhen, Stiefeletten oder Hausschuhen. Sind deine Morgen dann nicht anders:

  • Du bekommst den vollen Betrag zurück, auch für getragene Sohlen.
  • Zurückschicken musst du nichts, eine Mail mit der Bestellnummer reicht.
  • Die Sohlen behältst du.
  • Passt die Größe nicht, kommt die richtige nach, ebenfalls ohne Rücksendung.

So eine Garantie gibt nur, wer ziemlich sicher ist, dass kaum jemand sie braucht.

Links eine Frau mit Fersenschmerz abends auf dem Sofa, rechts dieselbe Frau beim Spaziergang im Herbstpark
Zwei Wege ab dieser Tür.

Bevor es Januar wird

Ich weiß, wie dieser Text bei manchen endet: Seite zu, Gedanke vertagt. „Nach Weihnachten kümmere ich mich drum.“

Dann ist Januar. Sie zählt morgens wieder bis zehn, bevor sie sich ins Bad traut. Sie sucht auf der Geburtstagsfeier wieder den Stuhl, von dem man nicht aufstehen muss. Sie parkt wieder so nah am Eingang, wie es nur geht.

Und irgendwann steht sie wieder bei mir an der Tür, die Hand auf der Klinke. Mit derselben Frage.

Ich möchte dich nicht an meiner Tür wiedersehen. Jedenfalls nicht mit dieser Frage.

Du stehst jetzt selbst an dieser Tür. Von hier aus gibt es zwei Wege.

Weg 1

Du kannst noch eine Runde drehen: noch ein Termin, noch ein weiches Kissen, noch eine Fahrt im Karussell, das sich um den Sporn dreht und an der Wabe vorbei.

Weg 2

Oder du gibst deiner Fersenwabe, was ihr fehlt: Halt von außen, eine zweite Wabe darunter, Unterstützung in der Mitte. Nicht mehr Polster obendrauf, sondern Halt für das Polster, das du schon hast.

Welche Tür das ist, hast du beim Lesen vermutlich schon entschieden.

Warte nicht bis nach Weihnachten. Die Wände deiner Fersenwabe werden nicht von allein wieder fester. Und jeden Morgen landet dein Gewicht wieder auf einem Polster, das ausweicht.

Heike hat ihre Antwort an einer Hallentür bekommen. Wer heute in meiner Sprechstunde nach der Sohle fragt, will meistens nur noch wissen, welche Größe.

Die Herbst-Aktion bei Sohlenwerk ist ein guter Anlass, nicht bis Januar zu warten.

Im schlimmsten Fall bekommst du dein Geld zurück und behältst die Sohlen. Im besten Fall stehst du morgens auf und gehst einfach ins Bad.

Siebzehn Jahre lang habe ich die Frage an der Tür mit einer Überweisung beantwortet. Heute beantworte ich sie anders. Darum schreibe ich das hier auf.

Herzliche Grüße aus meiner Praxis
Dr. Svenja Thalberg

Nachtrag

Die Herbst-Aktion bei Sohlenwerk läuft noch: bis zu 77 % Rabatt auf die Doppelwaben-Sohle. Der Versand ist gratis, auch bei einem einzelnen Paar, und die 90 Tage gelten auch für getragene Sohlen. Ob die Aktion noch läuft, siehst du auf der Seite.

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Was Patientinnen mich vorher fragen

Welche Größe brauche ich?

Es gibt sechs Doppelgrößen von EU 35–36 bis 45–46. Sie fallen eher knapp aus. Liegst du zwischen zwei Größen, nimm die größere und schneide vorne an der Linie nach.

Passt die Sohle in meine Schuhe?

In Turnschuhe, Halbschuhe, Stiefeletten und feste Hausschuhe, deren Innensohle sich herausnehmen lässt. In sehr enge, flache Schuhe passt sie nicht.

Ich habe Einlagen vom Orthopäden. Und jetzt?

Trag sie weiter, wo sie passen. Die Sohle ist für die Schuhe, in die deine Einlagen nicht hineingehen.

Ich nehme Hormone, oder ich darf keine nehmen. Hilft die Sohle trotzdem?

Die Sohle arbeitet rein mechanisch, direkt unter der Ferse. Ob du Hormone nimmst oder nicht, spielt für sie keine Rolle.

Ich habe schon so viel für meine Ferse ausgegeben. Warum jetzt noch das?

Weil das die einzige Zeile auf deinem Zettel ist, die du dir zurückholen kannst. Du trägst die Sohle bis zu 90 Tage. Sind deine Morgen nicht anders, schickst du eine Mail mit der Bestellnummer und bekommst den vollen Betrag zurück, auch für getragene Sohlen. Zurückschicken musst du nichts.

Ich habe das schon seit Jahren. Lohnt sich das noch?

Die Wände deiner Fersenwabe werden nicht wieder wie mit dreißig, das verspricht dir niemand ehrlich. Die Sohle gibt ihnen Halt von außen, ob der Schmerz seit einem Monat da ist oder seit Jahren. Ob das bei dir reicht, merkst du an deinen Morgen, und dafür hast du 90 Tage.

Wie schnell ist sie da?

Die Lieferung dauert 5 bis 7 Werktage, die Sendungsnummer bekommst du per Mail. Der Versand ist gratis.

Dr. Svenja Thalberg

Über die AutorinDr. Svenja Thalberg ist Spezialistin für Frauengesundheit. Seit siebzehn Jahren begleitet sie in ihrer eigenen Praxis Frauen durch die Wechseljahre. Seit Heike fragt sie jede Patientin auch nach ihren Fersen, nicht erst an der Tür.

Quellen
  1. Rasenberg N u. a., 2019, Br J Gen Pract, PMID 31636128
  2. Jørgensen U u. a., 1989, Foot Ankle, PMID 2807112
  3. Jørgensen U, Bojsen-Møller F, 1989, Foot Ankle, PMID 2744671
  4. Kinoshita H u. a., 1996, Eur J Appl Physiol, PMID 8803499
  5. Maemichi T u. a., 2020, Clin Biomech, PMID 32745706
  6. Brincat M u. a., 1985, Br J Obstet Gynaecol, PMID 3978054, und 1987, Obstet Gynecol, PMID 3120067

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Dieser Artikel ist eine Anzeige von Sohlenwerk und gibt persönliche Erfahrungen wieder.